Der Sprung über den Schatten
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Der Sprung über den Schatten

Ernst Krenek
Oper · 1924
Komödie

Über das Werk

Der Sprung über den Schatten ist eine komische Oper in drei Akten (zehn Bildern) von Ernst Krenek, sein erstes eigenes Libretto; der Titel greift die Redewendung vom „Sprung über den eigenen Schatten“ auf. Der erst 22-jährige Komponist schrieb das Werk 1923; die Uraufführung dirigierte Ludwig Rottenberg am 9. Juni 1924 im Rahmen des 54. Deutschen Tonkünstlerfests am Frankfurter Opernhaus, Regie führte Walther Brügmann.

Handlung

In einer kleinen Residenzstadt der Gegenwart verstrickt sich eine Gesellschaft aus Adligen und Bürgerlichen in Verführungen, Seitensprünge und ein Hypnoseexperiment, während im Hintergrund die Modetänze der 1920er Jahre gespielt werden. Verkleidungen und Verwechslungen bringen Treue und Untreue der Figuren durcheinander, bis am Ende alle Beteiligten über ihren „eigenen Schatten springen“ und sich mit der Situation arrangieren.

Kulturelle Bedeutung

Als Jugendwerk mischt die Oper Atonalität mit Jazzelementen und klassischen Formen wie Rondo, Passacaglia und Fuge und nimmt damit die Gesellschaftssatire und den Jazzeinfluss von „Jonny spielt auf“ vorweg. Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung wurde das rund 95-minütige Werk 1989 wiederentdeckt und gilt seither als aufschlussreiches Frühwerk auf dem Weg zu Kreneks Zeitopern.

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