Über das Werk
Der singende Teufel ist eine Oper in vier Aufzügen von Franz Schreker nach eigenem, 1924 verfasstem Libretto; die Musik entstand 1927/28. Die Uraufführung leitete Erich Kleiber am 10. Dezember 1928 an der Berliner Staatsoper.
Handlung
Im frühmittelalterlichen Kampf zwischen dem vordringenden Christentum und aufständischen Heiden soll der junge Orgelbauer Amandus die von seinem darüber wahnsinnig gewordenen Vater begonnene Riesenorgel vollenden. Als Mönch vollendet er das Werk und hofft, mit dessen Klang Frieden zu stiften, doch der kriegerische Pater Kaleidos missbraucht den scheinbaren Erfolg, um die entwaffneten Heiden niedermetzeln zu lassen. Gebrochen zieht sich Amandus zurück, bis seine einstige Geliebte Lilian sein Leid mit dem Feuer beendet.
Kulturelle Bedeutung
Neben Die Gezeichneten zählt das Werk zu Schrekers ausgreifendsten Kompositionen, blieb aber ein kommerzieller Misserfolg: Die von SA-Anhängern gestörte Premiere markierte den Beginn seines Niedergangs im Deutschland der späten Weimarer Republik. Bis heute zählt es zu den am seltensten aufgeführten Bühnenwerken Schrekers.
