Über das Werk
Der Schmied von Gent ist Franz Schrekers letzte vollendete Oper, mit eigenem Libretto nach der Erzählung Smetse Smee aus Charles de Costers Sammlung Flämische Legenden. Die Uraufführung fand am 29. Oktober 1932 an der Städtischen Oper Berlin unter Paul Breisach statt.
Handlung
Im von Spanien besetzten Flandern des 16. Jahrhunderts schließt der gewitzte Schmied Smee einen Pakt mit dem Teufel, um seiner Armut zu entkommen, und gerät dabei zwischen die Fronten von Besatzern und Landsleuten. Erst durch List und seinen unbeugsamen Trotz behält Smee am Ende die Oberhand über die Mächte, die ihn zu vereinnahmen versuchen.
Kulturelle Bedeutung
Mit dem Werk wollte Schreker, weg von der introspektiven Psychologie seiner früheren Opern, eine „Volksoper nach Art Breughels" schaffen und näherte sich stilistisch der Neuen Sachlichkeit und barocken Klangbildern an. Die Premiere wurde von rechtsgerichteten Störern überschattet, die sich gegen den jüdischen Komponisten richteten; es war die letzte große Opernuraufführung der Weimarer Republik, bevor Schrekers Werke ab 1933 verboten wurden.