Der Schatzgräber
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Der Schatzgräber

Franz Schreker
Oper · 1920

Über das Werk

Der Schatzgräber ist eine Oper in einem Vorspiel, vier Akten und einem Nachspiel von Franz Schreker nach eigenem Libretto. Die Uraufführung fand am 21. Januar 1920 am Opernhaus Frankfurt statt und wurde zum Höhepunkt von Schrekers Karriere: Allein in den folgenden fünf Jahren erlebte das Werk an rund 50 Bühnen neue Inszenierungen.

Handlung

In einem fantastischen, mittelalterlich anmutenden deutschen Königreich lässt die mutterlos aufgewachsene Wirtstochter Els ihre Liebhaber Schmuck stehlen, um sich damit zu schmücken. Der fahrende Sänger Elis, dessen Laute magisch verborgenes Gold aufspürt, verfällt ihr und gerät zwischen ihre Intrigen und die Gier des Hofes nach einem gestohlenen Kronschatz. Erst als Els ihre Schuld erkennt, findet die Geschichte eine versöhnliche Wendung.

Kulturelle Bedeutung

Das üppig instrumentierte, von Wagner-Anklängen durchzogene Werk behandelt die Goldgier als Chiffre für die Suche nach Glück und Identität. Nach dem NS-Aufführungsverbot geriet es tiefer in Vergessenheit als andere Schreker-Opern und blieb von der seit den 1980er Jahren einsetzenden Schreker-Renaissance lange ausgespart.

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