Über das Werk
Der rote Hahn ist eine Tragikomödie in vier Akten und die Fortsetzung von Hauptmanns „Der Biberpelz“. Sie entstand zwischen Sommer 1900 und Herbst 1901; die Uraufführung fand am 27. November 1901 im Deutschen Theater Berlin statt, Regie Emil Lessing, mit Max Reinhardt als Schuster Fielitz und Albert Bassermann als Schmied Langheinrich.
Handlung
Die aus „Der Biberpelz“ bekannte, inzwischen erneut verheiratete Mutter Wolffen – jetzt Frau Fielitz – gerät mit ihrem Mann in einen Versicherungsbetrug: Aus einem harmlosen Spiel mit brennbarem Material wird ein echter Brand, mit dem sie den Neubau ihres Hauses finanzieren wollen. Für die Tat wird zu Unrecht der geistig zurückgebliebene Alfred verdächtigt; am Ende stirbt Frau Fielitz.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung blieb beim Publikum erfolglos. Das als Tragikomödie angelegte Stück führt die Sozialkritik an obrigkeitlicher Willkür aus „Der Biberpelz“ fort und wurde in den 1950er Jahren von Bertolt Brecht zusammen mit diesem bearbeitet.