Über das Werk
Der Ring des Polykrates ist eine komische Oper in einem Akt von Erich Wolfgang Korngold nach einem Libretto von Leo Feld, das Korngolds Vater Julius Korngold überarbeitete. Grundlage war ein Lustspiel von Heinrich Teweles, das seinerseits auf Schillers Ballade „Der Ring des Polykrates“ anspielt. Bruno Walter leitete die Uraufführung am 28. März 1916 am Hoftheater München, im selben Doppelabend wie Korngolds Oper „Violanta“.
Handlung
Der glückliche Kapellmeister Wilhelm Arndt feiert sein frisches Eheglück mit Laura, als sein neidischer Freund Peter Vogel unter Berufung auf Schillers Ballade vorschlägt, Wilhelm solle sein Glück durch ein Opfer sichern und Laura nach ihrer Vergangenheit befragen. Laura begegnet dem plötzlichen Misstrauen gelassen, und am Ende erweist sich der Intrigant Peter Vogel selbst als das Opfer, das die Harmonie des Paares wiederherstellt.
Kulturelle Bedeutung
Als kurzes Einakterwerk war die Oper allein nicht abendfüllend und wurde deshalb stets im Doppelabend mit Korngolds „Violanta“ gegeben, mit der sie am 28. März 1916 gemeinsam uraufgeführt wurde. Die Doppelpremiere der beiden Jugendwerke begründete den Ruf des erst achtzehnjährigen Korngold als kompositorisches Wunderkind.