Über das Werk
Drama von Pedro Calderón de la Barca nach einem realen Vorfall aus dem Portugalfeldzug Philipps II. (1580/81), der schon Lope de Vega als Vorlage diente. Die genaue Entstehungszeit ist umstritten; gedruckt wurde der Text erstmals 1651, zunächst ohne Verfassernennung.
Handlung
Der wohlhabende Bauer Pedro Crespo nimmt einen Hauptmann als Einquartierung auf, der seine Tochter Isabel entehrt und entführt. Kurz zuvor zum Dorfrichter gewählt, muss Crespo den Fall selbst verhandeln – auch als sein eigener Sohn den Hauptmann im Streit verwundet. Crespo lässt den Hauptmann hinrichten, noch bevor der König eintrifft; dieser bestätigt das Urteil und ernennt Crespo zum Richter auf Lebenszeit.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als eines der bedeutendsten Ehrendramen des spanischen Barock, weil es erstmals einen einfachen Bauern mit derselben Würde wie den Adel auf die Bühne bringt. Seit 1771 mehrfach ins Deutsche übersetzt, gehört es zu den international meistgespielten Werken Calderóns.