Über das Werk
Der Reichtum ist Aristophanes' letztes vollständig erhaltenes und letztes selbst inszeniertes Werk. Eine erste Fassung von 408 v. Chr. ist verloren; überliefert ist nur die überarbeitete, den Zeitumständen angepasste Fassung von 388 v. Chr.
Handlung
Der arme, aber rechtschaffene Chremylos begegnet nach einem Orakelbesuch in Delphi einem blinden Bettler, der sich als Plutos, der Gott des Reichtums, entpuppt. Chremylos lässt ihn im Heiligtum des Asklepios heilen, woraufhin Plutos wieder sehen kann und fortan Reichtum gezielt den Tugendhaften statt willkürlich verteilt. Die Göttin Penia, die Armut, versucht vergeblich zu beweisen, dass Armut die Menschen zu Fleiß und Tugend anhalte, und wird schließlich verjagt.
Kulturelle Bedeutung
Mit dem Rückzug von der großen Politik zugunsten privater und gesellschaftlicher Fragen markiert Der Reichtum den Übergang von der Alten zur Mittleren Komödie. Das Stück ist in mehr Handschriften überliefert als jede andere Komödie des Aristophanes und wurde 1531 durch Hans Sachs in einer der frühesten neuzeitlichen deutschen Bearbeitungen eines antiken Dramas aufgegriffen.
