Der Prinz von Homburg
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Der Prinz von Homburg

Hans Werner Henze
Oper · 1960
Klassiker

Über das Werk

Oper in drei Akten von Hans Werner Henze zu einem Libretto von Ingeborg Bachmann nach Heinrich von Kleists Schauspiel „Prinz Friedrich von Homburg" (entstanden um 1810), uraufgeführt am 22. Mai 1960 an der Hamburgischen Staatsoper unter der Leitung von Leopold Ludwig in der Inszenierung Helmut Käutners. Henze vollendete die Partitur bereits 1958 und überarbeitete das Werk 1991 erneut.

Handlung

Der Prinz von Homburg lässt sich im Traum von einer Vision leiten und greift in der Schlacht bei Fehrbellin entgegen dem ausdrücklichen Befehl des Kurfürsten an – der Angriff bringt den Sieg, doch der Prinz wird zum Tode verurteilt. Der Kurfürst stellt es ihm frei, das Urteil selbst für ungerecht zu erklären; erst als der Prinz seine Schuld anerkennt und seine Angst vor dem Tod überwindet, begnadigt ihn der Kurfürst und vereint ihn mit Prinzessin Natalie.

Kulturelle Bedeutung

Henze übersetzte den Gegensatz zwischen Traum und militärischem Drill musikalisch in zwei kontrastierende Klangwelten: weich-tonale Streicherklänge für die Traumwelt des Prinzen, strenge Zwölftonreihen für die Welt des Kurfürsten. Die Oper gilt als Henzes pointierte Auseinandersetzung mit deutschem Militarismus und Gehorsamsdenken und zählt zu den meistgespielten seiner Bühnenwerke.

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