Der Parasit oder Die Kunst, sein Glück zu machen
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Der Parasit oder Die Kunst, sein Glück zu machen

Friedrich Schiller
Theater · 1803
KomödieKlassiker

Über das Werk

„Der Parasit oder Die Kunst, sein Glück zu machen“ ist ein Lustspiel in fünf Aufzügen, das Friedrich Schiller im Frühjahr 1803 nach der französischen Verskomödie „Médiocre et rampant, ou le Moyen de parvenir“ von Louis-Benoît Picard (Paris 1797) schuf. Schiller übernahm Handlung und Figuren, setzte aber die Alexandriner in eine leichte Umgangsprosa um. Die Uraufführung fand am 12. Oktober 1803 am Weimarer Hoftheater statt, ohne dass Picard als Urheber genannt wurde; 1806 erschien der Text bei Cotta in Tübingen.

Handlung

Im Paris nach der Revolution tritt der redliche Minister Narbonne sein Amt an und sucht unter seinen Beamten einen geeigneten Gesandten. Sein Untergebener Selicour, ein Heuchler und Schmeichler, gibt sich als Reformer, verschweigt seine Verstrickung in die Machenschaften des Vorgängers und schmückt sich mit den Arbeiten der fähigeren, aber bescheidenen Kollegen Firmin und La Roche. So will er sich den Gesandtenposten und die Hand von Narbonnes Tochter Charlotte sichern, deren Großmutter Madame Belmont er für sich eingenommen hat. Am Ende fliegen seine Intrigen auf, und die Ehrlichen kommen zu ihrem Recht.

Kulturelle Bedeutung

Während Picards Vorlage in Frankreich weitgehend vergessen ist, blieb Schillers Fassung im deutschsprachigen Raum lebendig und wird oft ohne Hinweis auf das französische Original gedruckt und gespielt. Sie gilt als Schillers einzige erfolgreiche Komödie; die überschaubare Besetzung und die geringen technischen Anforderungen machten sie an großen wie kleinen Bühnen beliebt.

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3. Oktober 2026 · 9×
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