Über das Werk
"Der Mond" ist Carl Orffs "kleines Welttheater" nach dem Märchen vom gestohlenen Mond der Brüder Grimm, zu dem Orff auch das Libretto verfasste. Er komponierte das rund einstündige Werk 1937/38 in enger Anlehnung an die Klangwelt seines pädagogischen Schulwerks und verstand es als bewussten Abschied von der musikalischen Romantik. Die Uraufführung leitete Clemens Krauss am 5. Februar 1939 am Nationaltheater München.
Handlung
Vier Burschen aus einem mondlosen Land stehlen sich Stück für Stück den Mond eines Nachbarlandes und nehmen ihn mit nach Hause. Als sie sterben, nimmt jeder ein Viertel mit ins Grab; dort setzt sich der Mond wieder zusammen, sein Licht weckt die Toten zu ausgelassenem Treiben – bis der heilige Petrus eingreift und den Mond an seinen Platz am Himmel zurückhängt.
Kulturelle Bedeutung
Orff bezeichnete das Werk selbst als seinen "Abschied von der Romantik". Sein Bühnenkonzept sieht vor, Himmel, Erde und Unterwelt gleichzeitig sichtbar zu machen, wodurch die Oper zwischen Posse und Mysterienspiel, Komödie und Tragödie wechselt.