Der Mikado
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Der Mikado

Arthur Sullivan
Oper · 1885
OperetteKomödieKlassiker

Über das Werk

Operette in zwei Akten von Arthur Sullivan (Musik) und William Schwenck Gilbert (Libretto), uraufgeführt am 14. März 1885 im Savoy Theatre London. Das Werk verlegt die Handlung in das fiktive japanische Titipu und nutzt die damalige Japan-Begeisterung Londons als Kulisse für eine Satire auf viktorianische Bürokratie und Ständeordnung.

Handlung

In Titipu steht Flirten unter Todesstrafe; um Hinrichtungen zu vermeiden, ernennt die Stadt den Schneider Ko-Ko zum Oberhofscharfrichter – dessen eigenes Todesurteil steht als erstes auf der Liste. Der als Wandermusikant verkleidete Thronfolger Nanki-Poo kehrt zurück und bietet sich zur Hinrichtung an, wenn er zuvor die von Ko-Ko begehrte Yum-Yum heiraten darf. Als der Mikado erfährt, sein Sohn sei tatsächlich hingerichtet worden, drohen der Stadt drakonische Strafen, bis sich die Täuschung auflöst.

Kulturelle Bedeutung

Mit 672 Aufführungen in der Uraufführungsserie wurde Der Mikado der größte Bühnenerfolg Gilberts und Sullivans; binnen eines Jahres spielten rund 150 weitere Companies das Werk in England und den USA. In Japan blieb die Karikatur des Kaisers lange umstritten, das Werk wurde zeitweise verboten und kehrte erst nach 1945 dorthin zurück.

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