Über das Werk
Zauberposse mit Gesang in vier Akten von Johann Nestroy, uraufgeführt am 19. April 1838 am Theater an der Wien. Der volle Titel lautet „Der Kobold oder Staberl im Feendienst“; als Vorlage diente Jules Perrots Feenballett „Der Kobold“, das ab 3. März 1838 am Kärntnertortheater zu sehen war. Die Musik komponierte Adolf Müller senior.
Handlung
Die Feen- und Wassernixenkönigin Undine schützt ihre Tochter Thekla durch eine Prophezeiung: Nur als Ehefrau ist sie vor der Rache des bösen Feuerkönigs Brennroth sicher. Dieser schickt seinen Sohn Folletterl auf die Erde, um Thekla zu verführen, während Undine den Schirmmacher Staberl magisch in Theklas Gestalt verwandelt. Nach mehreren Verwandlungen verliebt sich Folletterl wirklich in Thekla und gibt seine Unsterblichkeit für ein irdisches Leben auf.
Kulturelle Bedeutung
Kritik und Publikum nahmen das unter Zeitdruck entstandene Stück nur mäßig auf; bemängelt wurden Humorlosigkeit und fehlende satirische Schärfe, weshalb bereits ab der zweiten Vorstellung eine gekürzte Fassung gespielt wurde. Das Werk gilt als Nestroys Abkehr vom Alt-Wiener Zaubermärchen zugunsten schärferer Parodie.