Der junge Medardus
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Der junge Medardus

Arthur Schnitzler
Theater · 1910
DramaKlassiker

Über das Werk

Der junge Medardus ist eine dramatische Historie in einem Vorspiel und fünf Aufzügen, die Arthur Schnitzler im Juni 1909 zum 100. Jahrestag der Schlacht bei Aspern vollendete. Hugo Thimig leitete die Uraufführung am 24. November 1910 am Burgtheater Wien.

Handlung

Wien 1809, unter französischer Besatzung: Der junge Landwehrmann Medardus Klähr verfällt der Prinzessin Helene von Valois, die ihn zunächst hasst, dann verführt und schließlich zu einem Attentat auf Napoleon anstiftet. Medardus bringt den Mordplan nicht zu Ende; bei einer Parade in Schönbrunn ersticht er versehentlich Helene und wird darauf von den Franzosen erschossen.

Kulturelle Bedeutung

Die Uraufführung war laut Schnitzlers Tagebuch ein durchschlagender Erfolg mit rund 30 Hervorrufen; das Stück blieb bis 1932 im Repertoire des Burgtheaters und brachte Schnitzler 1914 den Raimund-Preis ein. Zeitgenossen wie Hofmannsthal und Georg Brandes lasen darin zugleich eine Abrechnung mit der Feigheit des Wiener Bürgertums gegenüber der Besatzung.

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