Über das Werk
Komische Oper in zwei Akten von Hans Werner Henze mit einem Libretto von Ingeborg Bachmann nach Wilhelm Hauffs Parabel „Der junge Engländer oder Der Affe als Mensch" (1827), uraufgeführt am 7. April 1965 an der Deutschen Oper Berlin unter der musikalischen Leitung von Christoph von Dohnányi. Die Uraufführung wurde zu einem europaweit beachteten Erfolg, dem rasch weitere Inszenierungen an großen Häusern folgten.
Handlung
In der Kleinstadt Hülsdorf-Gotha um 1830 zieht sich der exzentrische Engländer Sir Edgar mit seinem exotischen Gefolge zunächst von der Gesellschaft zurück. Als er seinen angeblichen Neffen, den jungen Lord Barrat, in die feine Gesellschaft einführt, ist die Stadt fasziniert – bis sich beim Ball herausstellt, dass Barrat ein dressierter Zirkusaffe in Menschenkleidern ist. Parallel dazu erzählt die Oper von der Liebe zwischen der Bürgerstochter Luise und dem Studenten Wilhelm.
Kulturelle Bedeutung
Mit ihrer bissigen Satire auf Provinzialismus, Anpassungsdruck und blinde Verehrung von Titeln und fremdländischem Prestige zählt die Oper zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Bühnenwerken der Nachkriegszeit; sie gelangte bereits Anfang der 1970er Jahre unter anderem an die New York City Opera.