Über das Werk
Komische Oper von Modest Mussorgski nach Nikolai Gogols Erzählung Der Jahrmarkt von Sorotschinzy aus der Sammlung Abende auf dem Weiler bei Dikanka. Mussorgski arbeitete von 1874 bis zu seinem Tod 1881 daran, ohne sie abzuschließen; eine erste, klavierbegleitete und gekürzte Bühnenfassung wurde am 30. Dezember 1911 im Komödientheater Sankt Petersburg gespielt, vollständig instrumentierte Fassungen folgten erst später durch andere Komponisten.
Handlung
Auf einem ukrainischen Dorfjahrmarkt möchte der junge Grizko die schöne Parassja heiraten, doch ihre Stiefmutter Chiwrja stellt sich dagegen. Ein Aberglaube um eine rote Teufelsjacke sorgt für Verwicklungen unter den Marktbesuchern, ehe eine List die Hochzeit von Grizko und Parassja doch noch ermöglicht.
Kulturelle Bedeutung
Mussorgski wollte mit dem Stück ein heiteres Gegenstück zu seinen ernsten Volksdramen Boris Godunow und Chowanschtschina schaffen und verarbeitete darin ukrainische Volksmusik. Da er die Oper nicht vollendete, liegen mehrere nachträgliche Bearbeitungen vor, von denen die Fassung von Wissarion Schebalin und Pawel Lamm heute am häufigsten gespielt wird.
