Über das Werk
Der Heiratsantrag ist ein Einakter Anton Tschechows, den er selbst als „Scherz in einem Akt“ bezeichnete. Er entstand 1888 und wurde am 12. April 1889 in Sankt Petersburg uraufgeführt.
Handlung
Der wohlhabende, aber hypochondrische Gutsbesitzer Lomow besucht seinen Nachbarn Tschubukow, um dessen Tochter Natalja einen Heiratsantrag zu machen. Statt einer Verlobung entbrennt zunächst ein Streit über ein Grundstück, dann über die jeweiligen Jagdhunde. Erst als Natalja von Lomows eigentlicher Absicht erfährt, drängt ihr Vater beide zur Heirat – während das Paar auch nach dem Verlobungskuss weiterstreitet.
Kulturelle Bedeutung
Der Einakter überspitzt in Vaudeville-Manier die auf materiellen Interessen beruhenden Heiratssitten des russischen Landadels und gehört bis heute zu den meistgespielten kurzen Bühnenwerken Tschechows.