Der gutmüthige Teufel
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Der gutmüthige Teufel

Johann Nestroy
Theater · 1851
Komödie

Über das Werk

Zauberspiel mit Gesang und Tanz in einem Akt, uraufgeführt am 20. Dezember 1851 als Benefizvorstellung für den Schauspieler Wenzel Scholz am Carltheater in Wien. Das Stück, dessen Titel in Nestroy-Ausgaben auch als „Der gemüthliche Teufel oder Die Geschichte vom Bauer und von der Bäuerinn“ erscheint, beruht auf einer Volkssage; die Musik schrieb Carl Binder.

Handlung

Ein Wettstreit zwischen Höllenfürsten dreht sich um ein treues Bauernehepaar: Satanas, gespielt von Nestroy, soll die beiden entzweien und wird dafür auf die Erde geschickt. Mit Hilfe einer als Hexe verschrienen alten Frau sät er durch erfundene Untreue-Geschichten Misstrauen zwischen den Eheleuten, was die Beziehung fast zerstört. Erst eine heimliche Intervention wendet das Unglück, und das Paar schwört, künftig nur zu glauben, was es mit eigenen Augen sieht.

Kulturelle Bedeutung

Weil kein eigenhändiges Manuskript erhalten ist, wurde Nestroys Autorschaft in der älteren Forschung angezweifelt; die Nestroy-Forschung stützt sie jedoch auf sein eigenes, mit Anmerkungen versehenes Rollenbuch für die Figur des Satanas sowie auf ein Zeugnis des Schauspielers Franz Carl Weidmann aus dem Jahr 1857.

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