Der gefesselte Prometheus
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Der gefesselte Prometheus

Aischylos
Theater · -450
Tragödie

Über das Werk

„Der gefesselte Prometheus“ ist eine altgriechische Tragödie, die bereits in der Antike Aischylos zugeschrieben wurde und traditionell als erster Teil einer Trilogie namens „Prometheia“ gilt. Die genaue Entstehungszeit ist nicht überliefert; die Forschung setzt sie meist in die 460er oder 450er Jahre v. Chr. an, seit dem 19. Jahrhundert wird die Zuschreibung an Aischylos jedoch aus sprachlichen und bühnentechnischen Gründen angezweifelt.

Handlung

Der Titan Prometheus wird im Auftrag des Zeus an einen Felsen im Kaukasus geschmiedet, weil er den Menschen das Feuer und verschiedene Künste gebracht hat. Der Chor der Okeaniden, der Meeresgott Okeanos und die von Hera in eine Kuh verwandelte Io suchen ihn auf; Prometheus weigert sich trotz aller Vermittlungsversuche, Zeus ein Geheimnis über dessen künftigen Sturz preiszugeben. Als der Götterbote Hermes ihm noch größere Strafe androht, bleibt Prometheus standhaft, worauf Zeus ihn mit Blitz, Sturm und Erdbeben in die Unterwelt stürzt.

Kulturelle Bedeutung

Die Figur des sich gegen göttliche Willkür auflehnenden Prometheus wurde zu einem der wirkungsmächtigsten Stoffe der europäischen Literatur- und Geistesgeschichte und inspirierte unter anderem Werke von Johann Gottfried Herder, André Gide und Franz Liszt; Karl Marx bezog sich ausdrücklich auf die Titelfigur.

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