Der feurige Engel
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Der feurige Engel

Sergei Prokofjew
Oper · 1954

Über das Werk

Der feurige Engel ist eine Oper in fünf Akten von Sergei Prokofjew nach Waleri Brjussows gleichnamigem Roman von 1908, zu dem der Komponist selbst das russische Libretto verfasste. Prokofjew arbeitete von 1919 bis zur Fertigstellung 1927 immer wieder an der Partitur; die konzertante Uraufführung erfolgte erst postum am 25. November 1954 in Paris, die erste szenische Aufführung – in italienischer Sprache – folgte am 14. September 1955 am Teatro La Fenice in Venedig.

Handlung

Der Ritter Ruprecht trifft die von Visionen und Dämonen heimgesuchte Renata, die glaubt, in Graf Heinrich die menschliche Gestalt eines Engels erkannt zu haben, der sie seit ihrer Kindheit verfolgt. Nach dessen Zurückweisung sucht sie über Magie und einen Pakt mit dunklen Mächten nach ihm, während Ruprecht sich vergeblich um ihre Liebe bemüht. Am Ende wird Renata in einem Kloster der dämonischen Besessenheit bezichtigt und der Inquisition übergeben.

Kulturelle Bedeutung

Zu Prokofjews Lebzeiten blieb die Oper wegen ihrer aufwendigen Besetzung und ihres okkult-expressionistischen Stoffs unaufgeführt und geriet nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion zunächst in Vergessenheit. Seit den Erstaufführungen der 1950er Jahre und insbesondere seit Produktionen des Mariinski-Theaters nach 1990 gilt sie als eine der musikalisch intensivsten und dramatisch dichtesten Opern Prokofjews.

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