Der Färber und sein Zwillingsbruder
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Der Färber und sein Zwillingsbruder

Johann Nestroy
Theater · 1840
Komödie

Über das Werk

Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy nach der komischen Oper „Le brasseur de Preston“ (1838) von Adolphe Adam, uraufgeführt am 15. Januar 1840 im Theater an der Wien als Benefizvorstellung für den Dichter. Nestroy verlegte den historisch-romantischen schottischen Soldatenstoff der Vorlage ins zeitgenössische bürgerliche Wien und ersetzte das Kriegsgeschehen durch die Verfolgung von Schmugglern an der Grenze; die Musik komponierte Adolf Müller senior.

Handlung

Der schüchterne Färber Kilian traut sich nicht, seiner Roserl einen Heiratsantrag zu machen, während sein selbstbewusster Zwillingsbruder Hermann als Grenzsergeant mit seinen Abenteuern prahlt. Durch eine Verwechslung wird Kilian für Hermann gehalten und in dessen gefährliche Aufgaben und Liebeshändel verwickelt. Mit Glück und unfreiwilligem Mut besteht er die Situation und gewinnt am Ende Roserls Hand.

Kulturelle Bedeutung

Zusammen mit „Der Erbschleicher“ und „Der Talisman“ markiert das Stück 1840 den Beginn von Nestroys „klassischen“ Possen mit Gesang: anspruchsvollere Couplets und schärfere Gesellschaftssatire lösten die einfacheren Zauberpossen der 1830er Jahre ab. Das zeitgenössische Publikum reagierte begeistert; das Stück gehört bis heute zu den regelmäßig gespielten Nestroy-Werken.

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