Der Erbschleicher
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Der Erbschleicher

Johann Nestroy
Theater · 1840
Komödie

Über das Werk

Posse mit Gesang in vier Akten von Johann Nestroy, uraufgeführt am 21. Mai 1840 im Leopoldstädter Theater in Wien als Benefizvorstellung für den Autor. Als Vorlage diente die komische Oper „La Reine d'un jour“ von Adolphe Adam nach einem Libretto von Eugène Scribe und Jules-Henri Vernoy de Saint-Georges, die am 19. September 1839 an der Pariser Opéra-Comique uraufgeführt worden war.

Handlung

Baron Kuppenschnee will seinen Neffen Rudolf enterben, weil dieser sich von seiner Frau Pauline getrennt hat, und begünstigt stattdessen den intriganten von Walting. Um eine Versöhnung des Paares zu verhindern, hetzt von Walting gegen Rudolf, während die als Adelige ausgegebene Bäuerin Agnes und der Bauernbursche Simon Dappel in die Verwicklungen hineingezogen werden. Am Ende deckt der Wirt Tost die Intrige auf, Rudolf erhält sein Erbe zurück, und Dappel heiratet Agnes.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück gehört zu Nestroys weniger bekannten Bühnenwerken. Typisch für seine Bearbeitungstechnik verlegt es den Stoff der höfischen Operntragödie ins bürgerliche Wiener Milieu und macht aus der ernsten Vorlage eine Gesellschaftskomödie über Erbschleicherei.

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