Über das Werk
Der einsame Weg ist ein Schauspiel in fünf Akten, an dem Arthur Schnitzler zwischen 1900 und 1903 unter wechselnden Arbeitstiteln (Junggesellen, Egoisten) arbeitete. Die Uraufführung fand am 13. Februar 1904 am Deutschen Theater Berlin statt, mit Albert Bassermann in einer der Hauptrollen.
Handlung
Der Maler Julian Fichtner begegnet nach Jahren wieder Gabriele, die er einst verlassen hat und die inzwischen den Professor Wegrath geheiratet hat. Erst auf dem Totenbett offenbart Gabriele ihrem Sohn Felix, dass Julian sein leiblicher Vater ist; der Sohn weist ihn zurück. Parallel scheitert die Tochter Johanna an ihrer Liebe zum unheilbar kranken Familienfreund von Sala, der wie sie am Ende den Freitod wählt.
Kulturelle Bedeutung
Schnitzler notierte nach der Premiere gemischte, teils „höchst ehrenvolle" Kritiken. Das Stück gilt als eines der Schlüsselwerke seiner Wiener Gesellschaftsdramen um 1900 und nimmt mit dem Motiv des unehelichen Sohnes und der Vereinsamung im Alter ein Thema vorweg, das Schnitzler in späteren Werken vertiefte.