Über das Werk
Zauberposse mit Gesang in drei Aufzügen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 11. April 1833 am Theater an der Wien als Benefizvorstellung für den Autor. Nestroy stützte sich auf die Erzählung „Das große Loos“ von Carl Weisflog sowie auf Vorarbeiten von Josef Alois Gleich; die Musik komponierte Adolf Müller senior.
Handlung
Drei mittellose Handwerksburschen – der Schuster Kneipp, der Schneider Zwirn und der Tischler Leim – gewinnen durch einen Zaubertrank hunderttausend Taler in der Lotterie. Die Geister Fortuna und Amorosa streiten, ob plötzlicher Reichtum die drei verdirbt oder ob wahre Liebe stärker ist als Glück. Während Kneipp und Zwirn ihr Geld verprassen, findet allein Leim durch seine Liebe zu Camilla dauerhaftes Glück.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück wurde Nestroys erster großer Bühnenerfolg und blieb bis zu seinem Bühnenabschied 1862 im Repertoire. Das darin enthaltene „Kometenlied“ griff die reale Kometenfurcht der Jahre 1832 bis 1835 auf und wurde in Wien zum geflügelten Wort; mit seinem sozialkritischen Realismus gilt das Werk als Beginn von Nestroys eigentlichen Volksstücken.
