Über das Werk
Barockoper in drei Akten von Reinhard Keiser nach einem Libretto von Johann August Meister und Mauritz Cuno, uraufgeführt 1707 an der Oper am Gänsemarkt in Hamburg. Von der Musik sind Ouvertüre, Rezitative und einzelne Chorszenen nicht überliefert; moderne Aufführungen wie die des Barockwerks Hamburg (2022/2023) ergänzen die Lücken als Pasticcio mit Musik aus anderen Keiser-Opern und von Georg Caspar Schürmann.
Handlung
Zwei venezianische Liebespaare geraten während des Karnevals durch Verwechslungen und vorgetäuschte Todesfälle aneinander vorbei, bis sich am Ende doch Leonore mit Leander und Isabella mit Rudolffo verbinden. Eine deutsche Prinzessin namens Celinde, die jede Liebe ablehnt, bringt ihren Verehrer Myrtenio schließlich dazu, von seiner Werbung abzulassen. Niedersächsische Mägde sorgen mit plattdeutschen Arien für komische Zwischenspiele.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk ist eines der sprachlich vielfältigsten der Hamburger Gänsemarktoper mit deutschen, italienischen, französischen und niederdeutschen Textpassagen. Eine seiner Melodien lebt bis heute im bekannten deutschen Volkslied „Mein Hut, der hat drei Ecken“ weiter, und die Oper stand mit Wiederaufnahmen bis 1735 ungewöhnlich lange auf dem Hamburger Spielplan.
