Über das Werk
Drama von Maxim Gorki, 1915 in Russland geschrieben und 1918 zunächst im russischen Original beim Verlag Ladyschnikow in Berlin veröffentlicht. Die Uraufführung fand am 1. Januar 1919 im Moskauer Malyi-Theater statt – der Beginn einer bis heute andauernden Zusammenarbeit des Hauses mit Gorkis dramatischem Werk, in deren Rahmen es seither rund vierzehn seiner Stücke zeigte.
Handlung
Der Bauunternehmer Mastakow hat sich ein bürgerliches Leben aufgebaut und sein kriminelles Vorleben hinter sich gelassen. Als der frühere Mithäftling Anton auftaucht, der sieben Jahre Zwangsarbeit für eine gemeinsame Tat verbüßt hat, versucht dieser, Mastakow mit dem Wissen um seine Vergangenheit zu erpressen. Aus der Konfrontation entwickelt sich eine tragische Eskalation, an deren Ende Mastakow sich das Leben nimmt.
Kulturelle Bedeutung
Gorki zeichnet in dem Stück ein kritisches Bild von Menschen, die erlittenes Unrecht zur Rechtfertigung eigener Rachsucht nutzen. Am Moskauer Malyi-Theater, wo das Werk uraufgeführt wurde, blieb es Ausgangspunkt einer bis in die Gegenwart reichenden Gorki-Tradition des Hauses; 1968 wurde das Stück dort erneut inszeniert.