Über das Werk
Tragédie lyrique in drei Akten von Luigi Cherubini nach einem von Jean-François Marmontel bearbeiteten Libretto, das auf Pietro Metastasios vielvertontem „Demofoonte" beruht. Die Uraufführung fand am 2. Dezember 1788 an der Pariser Oper statt – Cherubinis Debüt auf der wichtigsten Pariser Bühne.
Handlung
König Demofoonte muss der Sage nach jährlich eine Jungfrau opfern. Sein vermeintlicher Sohn Timante ist heimlich mit Dircea verheiratet; am Ende offenbart sich, dass nicht er, sondern ein anderer der eigentliche Königssohn ist – eine Verwechslung, die bei der Geburt entstand.
Kulturelle Bedeutung
Trotz einer Ouvertüre, die später als reife sinfonische Leistung des erst 28-jährigen Komponisten galt und auf Beethoven wirkte, blieb dem Werk beim Pariser Publikum der Erfolg versagt; es erlebte nur wenige Vorstellungen, ohne dass die Gründe für die verhaltene Aufnahme überliefert sind.