Über das Werk
Demofoonte ist eine Opera seria von Christoph Willibald Gluck nach einem Libretto von Pietro Metastasio (1733) und gilt als sein erstes eigenständiges Bühnenwerk. Sie wurde am 6. Januar 1743 im Teatro Regio Ducale in Mailand uraufgeführt.
Handlung
König Demofoonte von Thrakien muss dem Gott Apollo jährlich eine Jungfrau opfern. Sein Sohn Timante ist heimlich mit Dircea verheiratet und hat mit ihr einen Sohn; als die Verbindung entdeckt wird, drohen beiden Verurteilung und Tod. Nach zahlreichen Verwicklungen stellt sich heraus, dass Dircea in Wahrheit Demofoontes Tochter und Timante nicht sein leiblicher Sohn ist – das Orakel erfüllt sich, und das Opfer wird abgeschafft.
Kulturelle Bedeutung
Mit über 70 Vertonungen zählt Metastasios Text zu dessen meistgenutzten Libretti. Glucks Mailänder Fassung markiert den Auftakt seiner Karriere als Opernkomponist, noch weit vor seinen späteren Reformopern.