Demofoonte
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Demofoonte

Niccolò Piccinni
Oper · 1761

Über das Werk

Opera seria in drei Akten von Niccolò Piccinni nach Pietro Metastasios gleichnamigem Libretto, uraufgeführt im Mai 1761 in Reggio nell'Emilia. Metastasios 1733 entstandener Text gehört zu den meistvertonten Libretti des 18. Jahrhunderts: Mehr als 70 Komponisten, darunter Caldara, Gluck und Jommelli, schufen eigene Fassungen, Piccinnis Vertonung ist eine davon.

Handlung

König Demofoonte von Thrakien hat seine eigene Tochter von der jährlichen Jungfrauenopferung für Apollo ausgenommen, worauf der Fürst Matusio Gleiches für seine vermeintliche Tochter Dircea verlangt. Dircea ist jedoch heimlich mit Kronprinz Timante verheiratet und hat mit ihm bereits einen Sohn – eine Verbindung, auf die die Todesstrafe steht. Erst spät gefundene Briefe klären die wahre Abstammung: Timante ist Matusios Sohn, Dircea die leibliche Tochter Demofoontes, sodass sich alle Verwicklungen lösen.

Kulturelle Bedeutung

Metastasio wurde für die vergleichsweise milde, auf ein Happy End zulaufende Behandlung des Opfermotivs gelobt; das Libretto blieb bis ins frühe 19. Jahrhundert im Repertoire zahlreicher Komponisten. Von Piccinnis eigener Vertonung ist ein Teilautograph erhalten, das die rasche Produktionsweise norditalienischer Bühnen der 1760er Jahre dokumentiert.

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