Über das Werk
Demetrio ist eine Opera seria in zwei Akten von Johann Simon Mayr nach einer Bearbeitung von Pietro Metastasios Libretto „Demetrio“ (1732), das zuvor unter anderem Johann Adolph Hasse vertont hatte. Mayr komponierte das Werk als seine letzte Oper; die Uraufführung fand am 27. Dezember 1823 im Teatro Regio in Turin statt.
Handlung
Im Mittelpunkt steht der vertriebene syrische König Demetrio Soter. Sein Sohn wächst unter dem Decknamen Alceste verborgen auf und gewinnt durch seine Tugend allgemeine Bewunderung, während er sich in Cleonice, die Tochter des Thronräubers Alexander Balla, verliebt. Erst nach Ballas Niederlage gegen die Kreter kommt Alcestes wahre königliche Herkunft ans Licht.
Kulturelle Bedeutung
Mayr griff bewusst auf die traditionsreiche Form der Opera seria zurück und verzichtete auf die eigenwillige Instrumentation früherer Werke zugunsten eines monumentaleren Orchesterklangs. Entstanden in einer Zeit politischer Zensur nach dem Wiener Kongress, konnte der Stoff um einen rechtmäßigen, zurückkehrenden Herrscher auch als Botschaft im Sinne der restaurierten Ordnung gelesen werden.
