Über das Werk
Deidamia ist eine Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel und sein letztes Werk für die italienische Opernbühne. Das Libretto von Paolo Antonio Rolli erzählt vom mythischen Aufenthalt des Achill in Frauenkleidern am Hof des Lykomedes auf Skyros. Händel komponierte die Oper zwischen dem 27. Oktober und dem 20. November 1740; die Uraufführung fand am 10. Januar 1741 im Theatre Royal in Lincoln's Inn Fields in London statt.
Handlung
Vor dem drohenden Trojanischen Krieg hat König Lykomedes den jungen Achill als Mädchen namens „Pirra“ verkleidet, um ihn vor dem Kriegsdienst zu bewahren. Deidamia, Lykomedes' Tochter, liebt Achill trotz seiner Verkleidung heimlich. Odysseus entlarvt Achill mit einer List, indem er ihm Waffen anbietet; Achill folgt dem Ruf des Krieges und lässt eine verzweifelte Deidamia zurück.
Kulturelle Bedeutung
Mit nur drei Vorstellungen blieb Deidamia ein Misserfolg und wurde erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Als Händels letzte Oper markiert sie das Ende seiner rund 35-jährigen Laufbahn als Opernkomponist, bevor er sich endgültig dem englischsprachigen Oratorium zuwandte; die feine psychologische Zeichnung der Titelfigur gilt heute als eine der reifsten Charakterstudien seines Spätwerks.