Über das Werk
Das Wort ist eine fragmentarisch gebliebene Tragikomödie in fünf Akten von Arthur Schnitzler, an der er ab etwa 1904 über Jahre arbeitete, ohne sie zu vollenden. Aus dem Nachlass gab Kurt Bergel den Text 1966 bei S. Fischer heraus; die Bühnen-Uraufführung folgte 1969 im Theater in der Josefstadt in Wien.
Handlung
Der junge Maler Willi Langer liebt Lisa van Zack und lässt sich vom Schriftsteller Anastasius Treuenhof entmutigen, der ihm vorhält, das gesprochene Liebeswort lasse sich nie auf seine Wahrheit prüfen. Als Willi erkennt, dass Lisas Beteuerungen selbst nur Worte ohne Deckung waren, nimmt er sich das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gehört zu Schnitzlers grundsätzlichsten, unvollendet gebliebenen Auseinandersetzungen mit der Unzuverlässigkeit der Sprache in Liebesdingen – ein Thema, das sein gesamtes Spätwerk begleitet. Zur Bühne fand es erst 1969, 65 Jahre nach Beginn der Arbeit und 38 Jahre nach Schnitzlers Tod.