Über das Werk
Das Nachtlager in Granada ist eine romantische Oper in zwei Akten von Conradin Kreutzer. Karl Johann Braun von Braunthal schrieb das Libretto nach Friedrich Kinds gleichnamigem Schauspiel von 1818. Die Uraufführung fand am 13. Januar 1834 im Josephstädter Theater in Wien statt; 1837 folgte am Kärntnertortheater eine Fassung mit durchkomponierten Rezitativen.
Handlung
In der Gegend von Granada lieben sich die Bäuerin Gabriele und der Jäger Gomez, doch ihr Onkel Ambrosio will sie mit dem reichen Vasco verheiraten. Ein fremder Jäger nimmt sich der beiden an und bittet beim Prinzregenten um Fürsprache für sie. Als Vasco und sein Helfer Pedro dem Fremden nachts in einer Schlossruine nach dem Leben trachten, warnt ihn Gabriele rechtzeitig – der Fremde gibt sich als der Prinzregent selbst zu erkennen. Die Attentäter werden gefasst, das Paar erhält seinen Segen und eine Mitgift.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper wurde zu Kreutzers erfolgreichstem Bühnenwerk und hielt sich trotz wechselnder musikalischer Moden rund ein halbes Jahrhundert im Repertoire deutscher Bühnen. Bekannt blieb besonders der Chorsatz mit Abendglockengeläut und Alphörnern am Ende des ersten Akts, 'Schon die Abendglocken klangen'.