Über das Werk
Oper in vier Akten mit Prolog von Nikolai Rimski-Korsakow nach einem Libretto von Wladimir Belski, das sich auf Alexander Puschkins Versmärchen von 1831 stützt. Komponiert 1899/1900 zum hundertsten Geburtstag Puschkins, wurde das Werk am 3. November 1900 im Moskauer Solodownikow-Theater durch Sawwa Mamontows Private Russische Oper uraufgeführt.
Handlung
Zar Saltan heiratet die jüngste von drei Schwestern; deren neidische Geschwister erschleichen sich Einfluss am Hof und lassen die junge Zarin mit ihrem neugeborenen Sohn Gwidon in einem Fass ins Meer aussetzen. An eine ferne Insel gespült, wächst Gwidon zum Herrscher eines Wunderreichs heran, das ihm eine verzauberte Schwanenprinzessin verschafft. Verkleidet als Hummel besucht er heimlich seinen ahnungslosen Vater, ehe die Familie am Ende wieder zusammenfindet.
Kulturelle Bedeutung
Berühmt wurde vor allem das rein orchestrale Zwischenspiel „Hummelflug“, das als eigenständiges Konzertstück zu den meistgespielten Werken Rimski-Korsakows zählt – während die Oper selbst außerhalb Russlands vergleichsweise selten gespielt wird. Zusammen mit „Schneeflöckchen“ gilt sie als Höhepunkt seiner klangmalerischen Märchenopern.
