Über das Werk
Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy nach dem französischen Vaudeville „La Jolie Fille du faubourg“ (1840), mit Musik von Adolf Müller; uraufgeführt am 24. November 1841 im Theater an der Wien.
Handlung
Der Winkelagent Schnoferl vermittelt zwischen der reichen Witwe Frau von Erbsenstein, die den jungen Gigl heiraten soll, und dessen heimlicher Liebe zur Stickerin Thecla, deren Vater ein Diebstahl bei seinem Dienstherrn Kauz angelastet wird. Schnoferl deckt auf, dass Kauz den Diebstahl selbst inszeniert hat, erpresst ihn zu einer Entschädigung und bringt am Ende Gigl mit Thecla sowie sich selbst mit Frau von Erbsenstein zusammen.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück wurde mit 81 Aufführungen bis 1862 zu einem von Nestroys erfolgreichsten Werken; die Kritik lobte seinen Sprachwitz, auch wenn manche Stimmen den französischen Ursprung des Stoffs bemängelten statt einer originär Wiener Handlung.
