Das Mädchen aus der Streichholzfabrik
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Das Mädchen aus der Streichholzfabrik

Aki Kaurismäki
Theater · 1990
Drama

Über das Werk

„Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ (finnisch „Tulitikkutehtaan tyttö“) ist ein finnisch-schwedischer Spielfilm von Aki Kaurismäki, der Regie, Drehbuch und Schnitt übernahm; er kam am 12. Januar 1990 heraus und dauert knapp 70 Minuten. Kati Outinen spielt die Titelfigur Iris. Der Stoff wurde für die Bühne bearbeitet; eine Bühnenfassung in der Regie von David Bösch wurde 2013 am Schauspielhaus Bochum uraufgeführt.

Handlung

Iris kontrolliert in einer Streichholzfabrik Etiketten und lebt bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, die ihr kaum Beachtung schenken; Anspielungen auf das Tian’anmen-Massaker und den Tod Khomeinis verorten die Handlung im Juni 1989. Sie kauft sich ein Kleid, geht tanzen und lernt Aarne kennen, der sie nach einer Nacht fallen lässt. Als sie schwanger ist, weisen er und die Familie sie zurück, und sie verliert das Kind. Daraufhin vergiftet sie Aarne, einen Fremden in einer Bar sowie Mutter und Stiefvater und wird schließlich an ihrem Arbeitsplatz verhaftet.

Kulturelle Bedeutung

Der Film schließt nach „Schatten im Paradies“ (1986) und „Ariel“ (1988) Kaurismäkis proletarische Trilogie ab und ist bekannt für seine wortkarge, lakonische Erzählweise. Er erhielt 1990 bei der Berlinale den Interfilm-Preis und 1991 mehrere Jussi-Preise, darunter für Regie und Hauptdarstellerin; er gilt als einer der angesehensten finnischen Filme, und Roger Ebert nahm ihn 2011 in seine Reihe der „Great Movies“ auf.

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