Über das Werk
Das Liebesverbot ist Richard Wagners zweite vollendete Oper, für die er nach William Shakespeares Maß für Maß selbst das Libretto schrieb. Die Uraufführung fand am 29. März 1836 im Stadttheater Magdeburg statt, wo Wagner als Musikdirektor nach nur zehn Probentagen selbst dirigierte.
Handlung
Im Palermo des 16. Jahrhunderts verhängt ein Statthalter während des Karnevals ein Liebesverbot und verurteilt einen jungen Adligen zum Tod, weil seine Geliebte von ihm schwanger ist. Dessen Schwester, eine Novizin, will ihn retten und deckt dabei den Verrat des Statthalters auf. Eine Volkserhebung stürzt das Verbot, und das Karnevalsfest wird wiederhergestellt.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung geriet zum Chaos: Die Sänger beherrschten ihre Partien kaum, und hinter den Kulissen kam es zum Eklat, der die geplante zweite Aufführung platzen ließ. Wagner distanzierte sich später selbst von diesem Jugendwerk; es gilt heute dennoch als frühes Zeugnis seiner wiederkehrenden Themen von Liebe, Erlösung und Auflehnung gegen Obrigkeit.
