Über das Werk
Einakter von Samuel Beckett, 1958 auf Englisch geschrieben und am 28. Oktober 1958 im Royal Court Theatre London als Vorspiel zu Becketts eigenem Stück „Endspiel" uraufgeführt, in der Regie von Donald McWhinnie mit Patrick Magee in der Titelrolle – eine Besetzung, für die Beckett das Stück nach einer Radiosendung mit Magees Stimme eigens verfasste. Die deutschsprachige Erstaufführung folgte bereits ein Jahr später, am 28. September 1959, am Schillertheater Berlin.
Handlung
An seinem 69. Geburtstag hört der alte Krapp alte Tonbandaufnahmen seiner selbst ab, in denen sein jüngeres Ich Rückblicke auf das vergangene Jahr spricht. Besonders eine Erinnerung an eine Liebesbegegnung in einem Boot beschäftigt ihn. Er nimmt ein neues Band auf, auf dem er sein früheres Ich verspottet, bevor er in bewegungsloser Stille verharrt.
Kulturelle Bedeutung
Das Monodrama gehört zu den meistgespielten Stücken Becketts und gilt als eines seiner persönlichsten Werke über Erinnerung, Selbsttäuschung und das Altern. Seine Titelrolle hat international renommierte Schauspieler von Patrick Magee bis, in jüngerer Zeit, Gary Oldman angezogen.