Über das Werk
Einakter von Anton Tschechow, im Dezember 1891 geschrieben und im Mai 1892 als lithografierte Moskauer Ausgabe erstveröffentlicht. Die Farce beruht auf Tschechows eigener Erzählung „Ein schutzloses Wesen“ von 1887 und gehört zu seinen kleinen Bühnenkomödien.
Handlung
Die Handlung spielt am Tag des 15-jährigen Jubiläums einer Bank in der russischen Provinz. Während Bankdirektor Schipuchin eine Abordnung mit Ehrenadresse und Geschenk erwartet, arbeitet der Buchhalter Chirin fieberhaft am Jubiläumsbericht. Immer wieder wird die Vorbereitung gestört: Schipuchins Frau Tatjana erzählt ausschweifend von ihrer Reise, und die hartnäckige Witwe Mertschutkina fordert eine längst fällige Gehaltsnachzahlung für ihren entlassenen Mann. Als Chirin die Geduld verliert und beide Frauen aus dem Büro treibt, trifft die Abordnung ausgerechnet in diesem Chaos ein und zieht sich verlegen wieder zurück.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gehört zu den erfolgreichsten kurzen Bühnenwerken Tschechows und wurde von der zeitgenössischen Kritik für seine Situationskomik gelobt. Es zeigt exemplarisch, wie Tschechow aus banaler Büroroutine eine pointierte Gesellschaftsfarce entwickelt, und wird bis heute vor allem im Rahmen von Kurzstück-Abenden mit anderen seiner Einakter gespielt.