Über das Werk
Auto sacramental (geistliches Festspiel) von Pedro Calderón de la Barca, vermutlich zwischen 1633 und 1636 verfasst. Belegt ist eine Aufführung zu Fronleichnam 1641 in Valencia; gedruckt wurde der Text erstmals 1655.
Handlung
Der Schöpfer weist den Menschen auf der Bühne der Welt Rollen zu – König, Reicher, Armer, Bauer, Schönheit, Weiser und andere –, die sie in ihrem Leben spielen müssen. Am Ende der Aufführung legen alle Figuren ihre irdischen Rollen wieder ab und treten, wie sie gekommen sind, vor das Gericht Gottes, wo über ihr Tun im Diesseits entschieden wird.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als berühmtestes Auto sacramental Calderóns und als vollendete Ausformung des barocken Theatrum-mundi-Gedankens, der die Welt als Bühne begreift. Von 1924 bis 1992 wurde es regelmäßig beim Welttheater Einsiedeln aufgeführt und bis heute in eigenen Fassungen neu inszeniert.