Das Friedensfest
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Das Friedensfest

Gerhart Hauptmann
Theater · 1890
NaturalismusDrama

Über das Werk

Gerhart Hauptmann schrieb dieses Schauspiel in drei Akten Ende 1889 in Charlottenburg, angeregt durch einen Bericht Frank Wedekinds über dessen eigene Familie. Der Verein Freie Bühne brachte es am 1. Juni 1890 im Berliner Ostendtheater zur Uraufführung, Regie Hans Meery, mit Emanuel Reicher als Robert und Josef Kainz als Wilhelm; die Zensurbehörde hatte das Stück bereits am 26. März 1890 freigegeben.

Handlung

An Weihnachten versammelt sich die zerrüttete Familie Scholz in einem Landhaus bei Erkner: Der seit Jahren getrennt lebende, schwerkranke Vater Dr. Fritz Scholz kehrt überraschend zurück, ebenso Sohn Wilhelm mit seiner Verlobten Ida. Der Versöhnungsversuch mit Mutter Minna, Tochter Auguste und Sohn Robert scheitert zunächst an alten Kränkungen; erst nach heftigem Streit erkennt Wilhelm seine Schuld an – doch die Aufregung der Aussprache lässt den Vater sterben.

Kulturelle Bedeutung

Als erstes von der Freien Bühne uraufgeführtes Hauptmann-Stück markiert es den Auftakt seines naturalistischen Werks. Theodor Fontane betonte die Typizität der Familienkonflikte, Julius Bab beschrieb die Scholz-Familie später als „nicht weniger tragische Gestalten als die Atriden".

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