Über das Werk
Das Christ-Elflein ist eine Weihnachtsoper von Hans Pfitzner nach einer Dichtung von Ilse von Stach. Die erste, als Schauspielmusik mit Melodramen und liedhaften Nummern angelegte Fassung wurde am 11. Dezember 1906 unter Felix Mottl an der Münchner Hofoper uraufgeführt; 1917 arbeitete Pfitzner das Werk zu einer eigenständigen zweiaktigen Oper um, die am 11. Dezember 1917 in Dresden herauskam.
Handlung
Vom Klang der Weihnachtsglocken und -lieder gelockt, verlässt ein Elf trotz der Warnungen des alten Tannenbaums seinen Wald, um unter die Menschen zu gehen. Es erlebt Kälte, Krankheit und Leid und bietet sich schließlich anstelle des sterbenskranken Mädchens Trautchen als Opfer an. Das Christkind nimmt den Tausch an, Trautchen wird gesund, und der Elf darf fortan als Christ-Elflein jedes Jahr zu Weihnachten auf die Erde kommen.
Kulturelle Bedeutung
Die ursprüngliche Fassung von 1906 blieb wegen des als schwach empfundenen Librettos erfolglos; erst die musikalisch ausgebaute Opernfassung von 1917 verschaffte dem an Humperdincks „Hänsel und Gretel“ erinnernden Stück einen festen Platz als Weihnachtsoper auf deutschen Bühnen.