Über das Werk
Mantel-und-Degen-Komödie von Pedro Calderón de la Barca, 1629 in Madrid uraufgeführt und 1636 erstmals gedruckt; sie greift einen heute verlorenen Stoff von Tirso de Molina auf.
Handlung
Die junge Witwe Doña Angela wird von ihren Brüdern streng bewacht und darf sich kaum in der Öffentlichkeit zeigen. Als der Freund der Familie, Don Manuel, im Haus einquartiert wird, nutzt sie eine verborgene Tür zwischen den Zimmern, um ihm zusammen mit ihrer Zofe einen Spuk vorzutäuschen. Nach Verwicklungen und einem beinahe entfachten Duell lösen sich die Irrtümer auf, und Angela und Don Manuel finden zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Dame Kobold zählt zu den im deutschsprachigen Raum meistgespielten Stücken Calderóns; seit 1817 liegen mehrere deutsche Übersetzungen vor. Hugo von Hofmannsthals Bearbeitung, 1920 unter Max Reinhardt am Deutschen Theater Berlin inszeniert, trug wesentlich zu seiner Bekanntheit bei.