Coriolanus
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Coriolanus

William Shakespeare
Theater · 1608
TragödieKlassiker

Über das Werk

Shakespeare schrieb die Tragödie vermutlich um 1607/1608, gegen Ende seines Schaffens als Tragödiendichter. Eine Aufführung zu Lebzeiten Shakespeares ist nicht belegt; gedruckt wurde das Stück erstmals 1623 in der ersten Folio-Ausgabe. Als Hauptquelle diente Shakespeare Thomas Norths englische Übersetzung von Plutarchs Lebensbeschreibung des Gaius Marcius Coriolanus.

Handlung

Der römische Feldherr Caius Martius erhält nach einem entscheidenden Sieg über die Volsker den Ehrennamen Coriolanus und wird von den Patriziern für das Amt des Konsuls vorgeschlagen. Seine offene Verachtung für das einfache Volk und dessen Vertreter, die Tribunen, führt jedoch zu seiner Verbannung aus Rom. Aus Rache schließt sich Coriolanus dem Volskerführer Aufidius an und zieht gegen seine Heimatstadt, lässt sich aber schließlich von seiner Mutter Volumnia zum Rückzug überreden und wird dafür von den Volskern getötet.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück gehört zu den politisch schärfsten Tragödien Shakespeares und wird häufig als Studie über Stolz, Demagogie und das Verhältnis von Führungspersönlichkeit und Masse gelesen; es wird in Krisenzeiten und Debatten über Populismus regelmäßig neu entdeckt.

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