Ciro in Babilonia
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Ciro in Babilonia

Gioachino Rossini
Oper · 1812

Über das Werk

Ciro in Babilonia ist eine „azione sacra“ (geistliches Werk) in zwei Akten von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Francesco Aventi, uraufgeführt am 14. März 1812 am Teatro Comunale in Ferrara. Die Uraufführung fiel in die Fastenzeit, in der italienische Opernhäuser traditionell nur biblische Stoffe zeigen durften; Rossini griff dafür auf das fünfte Kapitel des Buchs Daniel zurück.

Handlung

König Baldassare von Babylon belagert Persien und nimmt Ciros Frau Amira und den gemeinsamen Sohn gefangen. Als Baldassare Amira bedrängt, wendet sich sein eigener General Arbace heimlich gegen ihn. Ciro schleicht sich, verkleidet als Bote, in den Palast, wird jedoch gefangen genommen. Beim gotteslästerlichen Festmahl Baldassares erscheint eine geheimnisvolle Hand und schreibt eine Prophezeiung des Untergangs an die Wand; Babylon fällt, und Ciro befreit seine Familie.

Kulturelle Bedeutung

Das Autograph der Partitur gilt als verschollen. Als Fastenoper mit biblischem Stoff steht Ciro in Babilonia für eine im 19. Jahrhundert übliche, heute selten gespielte Gattung des ernsten Musiktheaters; ausgegraben wird sie vor allem beim Rossini Opera Festival in Pesaro.

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