Über das Werk
Oper von Modest Mussorgski nach eigenem Libretto, entstanden zwischen etwa 1872 und 1880 und bei seinem Tod 1881 unvollendet. Nikolai Rimski-Korsakow vollendete und instrumentierte das Werk; in dieser Fassung wurde es am 21. Februar 1886 als private Aufführung eines Sankt Petersburger Laienzirkels erstmals gespielt, eine öffentliche Aufführung am Mariinski-Theater folgte erst 1911.
Handlung
Die Handlung spielt während des Moskauer Aufstands von 1682 und schildert den Machtkampf zwischen der Regentin Sofia, dem Strelizen-Fürsten Iwan Chowanski und den altgläubigen Anhängern gegen die Kirchenreform. Angesichts ihrer Niederlage wählen die Altgläubigen am Ende den gemeinsamen Feuertod.
Kulturelle Bedeutung
Zusammen mit Boris Godunow zählt Chowanschtschina zu Mussorgskis großen Volksdramen über Umbrüche der russischen Geschichte. Spätere Bearbeitungen, etwa Dmitri Schostakowitschs Fassung von 1959 für eine Verfilmung, bezeugen die anhaltende Bedeutung des unvollendeten Werks.
