Charles VI
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Charles VI

Fromental Halévy
Oper · 1843
OperTragödie

Über das Werk

Charles VI ist eine Grand opéra in fünf Akten von Fromental Halévy nach einem Libretto der Brüder Casimir und Germain Delavigne. Sie behandelt den französischen König Karl VI. im Kampf gegen die englischen Invasoren und in seinen Anfällen von Wahnsinn. Die Uraufführung fand am 15. März 1843 an der Pariser Oper (Salle Le Peletier) statt und wurde zu Halévys letztem großen Erfolg an diesem Haus.

Handlung

Die von den Librettisten erfundene Figur Odette – eine Vorläuferin der Jeanne d'Arc – durchkreuzt eine Verschwörung der Königin Isabeau und des Engländers Bedford, die den rechtmäßigen Dauphin durch Bedfords eigenen Sohn ersetzen wollen. In der Schlussszene in der Abtei Saint-Denis schwören der sterbende König und der französische Adel, dem Dauphin die Thronfolge zu sichern.

Kulturelle Bedeutung

Kritiker lobten vor allem die aufwendige Ausstattung und die Wahnsinnsszenen des Königs; der Chor „Guerre aux tyrans“ wurde rasch zu einem populären patriotischen Lied und lebte nach der Revolution von 1848 als Kampfruf gegen Fremdherrschaft weiter. Nach 61 Aufführungen bis 1850 und einer Wiederaufnahme 1870 am Théâtre Lyrique verschwand das Werk fast vollständig von den Bühnen und kehrte erst 2010 im Théâtre impérial de Compiègne unter der Regie von Pierre Jourdan zurück.

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