Catone
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Catone

Georg Friedrich Händel
Oper · 1732

Über das Werk

"Catone" ist ein Pasticcio, das Georg Friedrich Händel 1732 aus Arien mehrerer Komponisten - Leonardo Leo, Johann Adolph Hasse, Antonio Vivaldi, Leonardo Vinci und Nicola Porpora - sowie eigener Musik zu Pietro Metastasios Libretto "Catone in Utica" zusammenstellte. Die Uraufführung fand am 4. November 1732 am King's Theatre in London statt, mit Senesino, Anna Maria Strada und Antonio Montagnana in den Hauptpartien.

Handlung

Nach der Niederlage des Pompeius gegen Julius Cäsar haben sich der Republikaner Cato der Jüngere und Pompeius' Witwe Emilia nach Utica in Nordafrika zurückgezogen. Catos Tochter Marzia liebt heimlich den herannahenden Cäsar, obwohl ihr Vater sie seinem Feldherrn Arbace versprochen hat. Cäsar wirbt vergeblich um Catos Freundschaft und bietet ihm sogar eine geteilte Herrschaft an; Cato bleibt seinen republikanischen Grundsätzen treu und nimmt sich am Ende das Leben.

Kulturelle Bedeutung

Das Pasticcio entstand, während Händel parallel eigene Opern für die zweite Royal Academy of Music schrieb, und bot dem Publikum zu Saisonbeginn mit geringerem Aufwand Ausschnitte aus erfolgreichen italienischen Opern sowie Gelegenheiten für seine Starsänger. Ein zeitgenössischer Bericht hielt eigens fest, das Werk sei "nicht von Mr. Handel komponiert" - ein Beleg dafür, dass dem Publikum die gemischte Urheberschaft bewusst war. Es erlebte fünf Vorstellungen.

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