Über das Werk
Catone in Utica ist eine Opera seria von Giovanni Paisiello nach dem Libretto von Pietro Metastasio (1728), das den Konflikt zwischen dem republikanischen Senator Catone und dem siegreichen Cäsar behandelt. Paisiellos Vertonung – eine der letzten bedeutenden unter mehr als 30 Vertonungen des Textes – wurde am 5. Februar 1789 am Teatro San Carlo in Neapel uraufgeführt, mit der gefeierten Sopranistin Brigida Banti in einer der Hauptpartien.
Handlung
Der Senator Catone verteidigt in Utica die letzten Reste der römischen Republik gegen den siegreichen Cäsar. Seine Tochter Marzia liebt Cäsar heimlich, soll aber den numidischen Prinzen Arbace heiraten. Nach gescheiterten Friedensverhandlungen und Kämpfen bleibt Catone unversöhnlich und nimmt sich angesichts des Verlusts der römischen Freiheit das Leben; Cäsar betrauert seinen Gegner.
Kulturelle Bedeutung
Metastasios ursprüngliches Ende mit Catones über zwei Szenen gezeigtem Sterben stieß beim Publikum auf Widerstand, woraufhin der Dichter den Tod nur noch berichten ließ – so auch in Paisiellos später Vertonung. Das Werk entstand fast 60 Jahre nach der Uraufführung des Librettos, gegen Ende der Blütezeit der klassischen Opera seria.