Über das Werk
Catone in Utica ist eine Opera seria von Johann Adolph Hasse nach Pietro Metastasios erstem eigenständigen Libretto für Rom. Hasses Fassung wurde am 26. Dezember 1731 im Teatro Regio in Turin uraufgeführt, mit Carlo Broschi – besser bekannt als Farinelli – in der Besetzung; die Partitur ist nur fragmentarisch erhalten.
Handlung
Cato von Utica verteidigt in Nordafrika die letzten Reste der Römischen Republik gegen Julius Cäsar. Seine Tochter Marzia liebt Cäsar heimlich, was ihn innerlich zerreißt; als Friedensverhandlungen an Catos Kompromisslosigkeit scheitern, wird die Schlacht unausweichlich, und Cato nimmt sich am Ende das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Schon die Uraufführung des Librettos in Rom 1728 (in der Vertonung von Leonardo Vinci) hatte Anstoß erregt, weil der offen gezeigte Selbstmord eines republikanischen Helden gegen die Alleinherrschaft dem päpstlichen Rom unbequem war; Metastasio milderte daraufhin den dritten Akt. Mit rund 30 Vertonungen wurde der Text trotzdem einer der erfolgreichsten Opernstoffe des Jahrhunderts.
